Bericht aus dem Trierischen Volksfreund vom 12.08.2011

Neue Perspektiven für alten Schulstandort gesucht

Ein Unternehmen aus Hamburg ist beauftragt, bis Ende Oktober Ansätze für eine neue Nutzung der seit einigen Wochen geschlossenen Schule in Niederstadtfeld zu erarbeiten.

Daun/Niederstadtfeld. Kinderlachen, Pausenklingeln, Essenausgabe, Schulbusse: Was seit Montag in vielen Orten wieder zum Schulalltag gehört, ist in Niederstadtfeld nun Geschichte. Fast 43 Jahre wurden dort Kinder unterrichtet, das Kapitel Schulstandort ist aber seit Ende Juni (mit Ende des Schuljahrs 2010/2011) abgeschlossen.
Der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Daun hatte im Sommer vergangenen Jahren mit großer Mehrheit beschlossen, den Standort Niederstadtfeld mit Grund- und Hauptschule zu schließen.
Die Grundschüler gehen seit Montag nach Üdersdorf, die Hauptschüler haben sich auf mehrere Schulen in der Region verteilt. Die Zeit als Schulstandort ist vorbei, aber wie geht es weiter mit dem Komplex? Immerhin verfügt das Gebäude über 14 Klassen-, neun Fach- und sechs Büroräume, drei Sanitärbereiche, eine Küche mit Speiseraum und diverse Abstellräume. Eine Nutzfläche von rund 1210 Quadratmeter, hinzu kommt die Turnhalle.
Die VG-Verwaltung hatte schon einen Makler mit der Vermarktung der Immobilie beauftragt, allerdings ohne Erfolg. Nun wird ein neuer Anlauf gestartet.
Die Verbandsgemeinde hat nun ein auf Immobilienwirtschaft und Projektentwicklung spezialisiertes Unternehmen aus Hamburg damit beauftragt, ein Konzept für eine - möglichst touristische - künftige Nutzung der früheren Schule zu erstellen.
Werner Klöckner, Bürgermeister der VG Daun, hofft, dass sich im Rahmen der Gesundheitslandschaft Vulkaneifel eine Perspektive für Niederstadtfeld auftun könnte.
"Der Bereich Gesundheitsprävention ist ein großer Markt der Zukunft, und wenn es ein entsprechendes Angebot in Niederstadtfeld geben könnte, wäre das nur zu begrüßen", sagt der Bürgermeister.

Grundlage für Gespräche
Von der Studie erwartet Klöckner konkrete Ansätze für eine neue Nutzung. "So etwas brauchen wir als Grundlage für Gespräche mit Interessenten. Mit vagen Vorstellungen brauchen wir einem Investor nicht zu kommen."
Er sagt, dass eine neue Nutzung nicht zwingend einen touristischen Ansatz haben muss. "Wenn eine andere Idee mit realistischem Umsetzungspotenzial auftaucht, werden wir uns das natürlich auch genau anschauen." Die Studie soll am 31. Oktober vorliegen. Parallel sind die Immobilienabteilungen der Volksbank Rhein AhrEifel und der Kreissparkasse Vulkaneifel mit dem Verkauf der Immobilie beauftragt. sts

 

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